Volleyball-Regeln: Einfach und übersichtlich erklärt
Volleyball gehört zu den beliebtesten Mannschaftssportarten weltweit und ist mittlerweile eine olympische Disziplin mit internationalen Ligen und Turnieren. In unserem neuesten Artikel erklären wir dir alle relevanten Volleyball Regeln übersichtlich und einfach, denn wir wissen: Für Anfänger kann das Regelwerk zunächst überfordernd wirken.
Das Wichtigste im Überblick
- Beim Volleyball gibt es 3 Gewinnsätze, die jeweils bis 25 Punkte gehen, jedoch mit mindestens 2 Punkten Vorsprung gewonnen werden müssen.
- Volleyball kann in der Halle als 6 gegen 6 oder im Sand (Beachvolleyball) als 2 gegen 2 gespielt werden.
- Volleyball ist ein klassisches Fehlerspiel, ein Punkt wird in der Regel dann erzielt, wenn der Gegner einen Fehler macht oder gegen eine Regel verstößt.
Die Grundprinzipien im Volleyball
Beim Volleyball stehen sich 2 Mannschaften auf einem 18 × 9 Meter großem Spielfeld gegenüber, das durch ein Netz geteilt ist. Jede Mannschaft hat demnach ein 9 × 9 Meter große Spielfeldhälfte zur Verfügung. Eine Spielhälfte wird in 2 Bereiche unterteilt, der Vorderzone (3 Meter lang) und der Hinterzone (6 Meter lang).
Die Netzhöhe beträgt im Volleyball bei den Herren 2,43 Meter, bei den Damen 2,24 Meter und bei Mixed-Teams 2,35 Meter.
Ein Volleyball-Team besteht dabei aus jeweils 6 Spielern, die auf ihrer Seite des Feldes stehen – sie verfolgen dabei ein simples Ziel: Der Ball muss über das Netz ins gegnerische Feld geschlagen werden, ohne dass das andere Team diesen korrekt zurückspielen kann.
Denn ein Team gewinnt immer dann einen Punkt, wenn
- der Ball in der gegnerischen Spielfeldhälfte den Boden berührt
- das gegnerische Team einen Regelverstoß begeht
- der Ball ins “Aus” gespielt wird
Gespielt wird dabei immer nach dem sogenannten Rally-Point-System. Demnach ergibt jeder Ballwechsel einen Punkt, unabhängig davon, welche Mannschaft aufschlägt. Zudem darf jedes Volleyball-Team den Ball auf seiner Seite maximal dreimal berühren, bevor dieser wieder über das Netz gespielt werden muss.
Volleyball-Regeln: Eine Übersicht zum Spielablauf
Der Satzaufbau
- Es werden insgesamt 3 Gewinnsätze gespielt
- Ein Satz geht bis 25 Punkte, jedoch nur mit mindestens 2 Punkten Vorsprung
- Ein optionaler 5. Satz (Tiebreak) wird nur bis 15 Punkte gespielt, dabei werden ohne Unterbrechung, die Seiten gewechselt, nachdem das erste Team 8 Punkte erreicht hat
- Es gibt keine zeitlich begrenzte Spieldauer, durchschnittlich dauert ein Volleyballspiel 90 Minuten
Aufschlag
- Ein Aufschlag wird hinter der Grundlinie ausgeführt
- Der Aufschläger darf die Linie erst dann betreten, nachdem der Ball geschlagen wurde
- Der Ball darf beim Aufschlag das Netz berühren und anschließend ins gegnerische Feld fallen
- Kann ein Aufschlag von der gegnerischen Mannschaft nicht zurückgespielt werden, gibt es einen direkten Punktgewinn (Ass)
Rotation
- Nach einem Punktgewinn des gegnerischen Teams erfolgt immer eine Rotation im Uhrzeigersinn
Ballwechsel
- Ein Team darf den Ball bis zu 3x berühren (Annahme, Zuspiel und Angriff)
- Kein Spieler darf den Ball 2x hintereinander berühren
- Der Ball darf jede Körperstelle eines Spielers berühren, muss dabei aber kurzzeitig gespielt werden
Die wichtigsten Volleyball-Regeln zusammengefasst
Das große Ziel beider Teams beim Volleyball ist es, den Ball über das Netz und damit auf das Spielfeld der gegnerischen Mannschaft zu schlagen – berührt der Ball dabei den Boden, ist der laufende Spielzug vorbei.
Es gibt verschiedene Volleyball-Regeln, die es während des gesamten Spiels einzuhalten gilt, diese stellen wir dir im folgenden Abschnitt näher vor.
Die Berührungsregeln
Während des Spiels muss der Ball immer in einer flüssigen Bewegung gespielt werden, das heißt, er darf weder gefangen noch geworfen werden. Die erste Berührung, die sogenannte Annahme, kann mit den Händen, Armen und dem Fuß erfolgen, aber in der Regel erfolgt dies nur über das sogenannte Baggern oder auch das untere Zuspiel.
Eine Doppelberührung bei der Annahme war bisher nicht erlaubt, jedoch gab es ab Saison 2025/2026 eine Regeländerung. Diese besagt, dass eine Doppelberührung in bestimmten Situationen zulässig ist, solange der Ball bei der eigenen Mannschaft bleibt.
Die Positionsregeln
Bei einem Aufschlag müssen alle Spieler ihre Position im Verhältnis zu ihren Mitspielern einhalten – 3 Spieler in der vorderen Reihe (näher am Netz) und 3 Spieler in der hinteren Reihe (näher an der Grundlinie). Sobald der Aufschlag beendet ist, dürfen alle Spieler sich frei bewegen.
Die Netzregeln
Der Ball darf während eines Spielzuges nur innerhalb der zwei Antennen das Netz berühren. Kommt er auf eigener Seite außerhalb der Antennen ans Netz, wird der Ball als „im Aus“ gewertet. Zudem dürfen die Spieler während des Spiels zwar mit dem Fuß auf, aber nicht über die Mittellinie treten. Dies gilt jedoch nur, wenn keine Gegenspieler dabei beeinträchtigt werden.
Angriff und Block
Ein sogenannter Angriff erfolgt im Volleyball, wenn der Ball mit einem gezielten Schlag über das Netz gespielt wird. Wichtig dabei: Mitspieler der hinteren Reihen dürfen nur hinter der 3-Meter-Linie angreifen. Der sogenannte Block ist im Volleyball das Abwehren eines gegnerischen Angriffs durch einen oder mehrere Mitspieler am Netz. Ein Block zählt nicht als Teamberührung, demnach sind danach noch 3 weitere Ballkontakte erlaubt. Mit der Regeländerung für die Saison 2025/2026 ist es dem aufschlagenden Team nicht mehr erlaubt, die Hände über den Kopf zu heben und damit einen sogenannten Sichtblock auszuführen.
Wechsel und Auszeiten
Im Volleyball sind pro Satz insgesamt 6 Spielerwechsel und 2 Auszeiten für je 30 Sekunden zulässig. Zudem kann die führende Mannschaft während einem Satz nach 8 oder 16 Punkten eine Auszeit für eine Minute einfordern.
Wann kommt es im Volleyball zu Regelverstößen?
Im Volleyball bekommt eine Mannschaft dann einen Punkt, wenn der gegnerischen Mannschaft ein Fehler unterläuft oder ein Spieler unsportliches Verhalten zeigt. Begehen beide Teams gleichzeitig einen Fehler, wird der Ball wiederholt.
Die häufigsten Fehler im Volleyball zeigen wir dir in der folgenden Übersicht:
| Fehler | Erklärung |
|---|---|
| Positionsfehler | Befinden sich während des Aufschlages nicht alle Mitspieler auf ihrer Position, wird ein Positionsfehler gepfiffen. |
| Rotationsfehler | Wird der Aufschlag nicht entsprechend der korrekten Rotationsfolge ausgeführt, wird ein Rotationsfehler gepfiffen. Dabei verliert die Mannschaft das Aufschlagrecht und die gegnerische Mannschaft erhält einen Punkt. |
| Netzberührung | Die Netzberührung ist meist der häufigste Fehler in einem Spiel. Dieser wird dann gepfiffen, wenn ein Spieler das Netz berührt. |
| Linienfehler | Der Linienfehler wird dann gepfiffen, wenn die Linie bei einem Aufschlag oder während eines Angriffs berührt wird. |
| Aufschlagfehler | Für einen Aufschlag haben die Spieler 8 Sekunden lang Zeit, sonst wird ein Aufschlagfehler gepfiffen. Wird der Ball in die Luft geworfen, aber vom Spieler nicht getroffen, gilt es ebenfalls als Fehler. |
| Kontaktfehler | Eine Mannschaft darf den Ball während des Spiels maximal 3x nacheinander berühren, sonst wird ein Kontaktfehler gepfiffen. |
| Übertreten | Setzt ein Spieler während des Spiels den Fuß in das gegnerische Spielfeld, wird Übertreten gepfiffen. |
| Unsportliches Verhalten | Zu unsportlichem Verhalten zählen beispielsweise Kommentieren oder das Äußern von Beleidigungen. Aber auch schon das “Feiern” in Richtung eines Gegners nach einem Punktgewinn als unsportlich. Dieses Verhalten wird konsequent bestraft, mit einer Verweisung vom Spielfeld und einem Punktverlust für die ganze Mannschaft. |
Wichtige Regeländerungen im Volleyball ab Saison 2025/2026
Anpassungen der Regeln im Volleyball für ab 2025/2026 wurden für folgende Bereiche vorgenommen:
- Die Doppelberührung: Diese wird nicht mehr zwingend als Fehler gewertet, solange der Ball bei der eigenen Mannschaft bleibt. Für Angriffsaktionen bleibt die Regel weiterhin bestehen.
- Aufschlag des gegnerischen Teams: Das aufschlagende Team hat nun die Möglichkeit, sich deutlich freier zu positionieren. Das annehmende Team hingegen muss sich gemäß der Rotationsreihenfolge aufstellen.
- Rückspiel aus dem Außensektor: Ein Rückspiel aus der Freizone ist nur nach der ersten Berührung mit dem Ball erlaubt.
Sicht blockieren beim Aufschlag: Die Spieler des aufschlagenden Teams dürfen die Hände nicht mehr über den Kopf heben.